Glückstadt alternativ: Happytown Festival

2018 hat sich etwas in Glückstadt bewegt. Auf dem etwas abseits gelegenen Docke-Gelände am Hafen hat zum ersten Mal das Happytown Modern Culture Festival stattgefunden. Das beste: Der Eintritt ist frei. Claudia vom Reiseblog weltreize.com hat sich das Happytown Festival in diesem Jahr mal genauer angeschaut, und unser reizendes Glückstadt gleich mit.

Alexia und Claudia auf dem Happytown Festival (c) Claudia Sittner, Weltreize

Von Claudia Sittner

Das Wetter war an diesem Samstag – wie soll man es ausdrücken – sagen wir: herausfordernd. Aber als echte Norddeutsche haben wir gelernt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Also, dicke Jacken an, rein in den Zug am Hamburger Dammtor-Bahnhof. Nur 40 Minuten später werden wir in Glückstadt wieder ausgespuckt. Hier war ich zuletzt auf Klassenfahrt in der 5. Klasse, was schon eine Weile her ist.

Vom Bahnhof geht es zu Fuß in ca. 15 Minuten zum Festival-Gelände. Dabei biegen wir in das wunderbare Glückwerk ab, essen im Kleinen Heinrich am Marktplatz zu Mittag, schauen uns den Hafen an – als Hamburger ist man grundsätzlich fasziniert von Häfen, auch wenn sie nur ganz klein sind – und staunen im Provianthaus mit seinen vielen Künstlerateliers. Während wir durch die Räume schlendern dringt schon der Herzschlag des Happytown Festivals zu uns herüber. Und der ist basslastig.

Das Festival findet immer an einem Wochenende im Sommer statt (Unbedingt vormerken! Happytown 2020: 3.-5. Juli 2020). Ab nachmittags werden fette Beats auf drei Stages in die sonst so verschlafene Landschaft geschickt. Das Festival ist für alle gedacht: Personen jeden Alters, Familien, Jugendliche, Senioren, einfach alle. Damit alle sich das leisten können, ist der Eintritt frei.

Die Mainstage auf dem Happytown Festival in Glückstadt (c) Claudia Sittner, Weltreize

Das Happytown Festival möchte dabei nicht nur alle Menschen, sondern auch alle kulturellen Bereiche des modernen Lebens verbinden: Kunst, Musik, Sport. Deswegen ist auf dem Happytown auch von allem ein bisschen was dabei, und es lohnt sich, herum zu flanieren und sich treiben zu lassen. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, steigt ins Riesenrad. Ein paar Foodtrucks (das ist Neudeutsch für Fressstände) stehen in der Mitte des Festivalgeländes, Kinder werden vor einem Tipizelt geschminkt und es gibt sogar eine passende Fotoausstellung: Hamburg – The Festival Album. Die mobile Ausstellung findet in vier blauen Containern statt und zeigt Fotos von den diversen Musikfestivals, die in der Metropolregion Hamburg stattfinden.

Riesenrad auf dem Happytown Festival in Glückstadt (c) Claudia Sittner, Weltreize
Skater auf dem Docke Gelände (c) Claudia Sittner, Weltreize

Daneben geht es aber auch alternativ zu: ein paar Sprayer sprühen Graffitis auf die Außenwände des Docke-Geländes. Hier machen sich geübte Künstler, aber auch absolute Neulinge ans Werk. Denn es geht auch darum, einfach mal was auszuprobieren. An anderer Stelle findet ein Skatecontest in mehreren Rubriken statt, mit dreiköpfiger Jury und Kommentator. Es lohnt sich, Zeit mitzubringen, denn wenn man so über das Docke-Gelände bummelt, entdeckt man ständig was Neues. Abends wird dann richtig getanzt und zum Abschluss erleuchtet ein Feuerwerk den Himmel über Happytown.

Graffiti-Wand auf der Docke in Glückstadt (c) Claudia Sittner, Weltreize

Mehr zum Happytown Modern Culture Festival und zu einigen Highlights von Glückstadt findet ihr auf Claudias Blog weltreize.com

Über Claudia und Dominik von weltreize.com

Gemeinsam mit ihrem Freund Dominik hat Claudia Ende 2015 ihren großen Traum wahr gemacht: ein Jahr lang um die Welt reisen. Seither berichten die beiden Hamburger auf weltreize.com von ihren kleinen und großen Abenteuern in fernen Ländern oder direkt vor der Haustür.
Du kannst den beiden übrigens auch auf diesen Social-Media-Kanälen folgen:

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